Carsharing

Jetzt ein Elektroauto ausprobieren

"Auch Hohen Neuendorfer, die noch nie mit einem Elektroauto gefahren sind, können zu uns kommen", sagt Viktor Makowski. Er ist der Vorsitzende des Vereins Carsharing Hohen Neuendorf. "In den ersten beiden Monaten komme ich zu jedem Buchungsvorgang persönlich. Wer per E-Mail über unseren Verein das Fahrzeug gebucht hat, bekommt von mir den Schlüssel und kann gern Fragen stellen." Auch zur Rückgabe kommt Makowski. Ab Mai soll die Buchung vollautomatisch über die Flinkster App funktionieren. Durch die Frontscheibe entsperrt man Bordcomputer und Fahrzeugtür, die Schlüssel liegen im Handschuhfach und schon kann die Fahrt losgehen. 

An den Ladesäulen am S-Bahnhof Hohen Neuendorf steht ein E-Golf und am S-Bahnhof Borgsdorf ein Renault Zoe ab sofort bereit. Die Vereinsmitglieder hoffen auf zugezogene Familien mit Carsharing-Erfahrung, die auch in Hohen Neuendorf auf ein eigenes Auto verzichten möchten. "Die machen dann vor, wie die Mischung aus geliehenem Auto, öffentlichem Nahverkehr und Rad funktionieren kann." 

Der eingetragene Verein Carsharing Hohen Neuendorf will keine Gewinne erwirtschaften - übrigens als einziger Mietwagenabieter im Land Brandenburg. Alle Einnahmen sollen in den Ausbau der Fahrzeugflotte fließen. "Wir begrüßen die Initiative und lassen die Autopaten nicht allein, sondern unterstützen sie mit ehrenamtlicher Arbeit", versichert Klaus Botzinski-Stock, Stadtsprecher der Grünen in Hohen Neuendorf. Ein Problem wartet allerdings noch auf politische Klärung: Für die Einwohner Hohen Neuendorfs ist das Aufladen ihrer Elektroautos an den öffentlichen Ladesäulen der Stadt noch kostenlos. Voraussetzung ist dabei, dass dieselbe Person über die chargeIT APP das Laden einleitet und beendet. Das ist aber bei einem Mietvorgang unmöglich. Die Ladekarte befindet sich im Handschuhfach. Wer ausgestiegen ist, verbindet das Auto mit der Ladesäule, der nächste Mieter beendet den Ladevorgang. "Das bedeutet zusätzliche Gebühren von 40 Cent pro Kilowattstunde, die nicht einmal der Stadt zugutekommen sondern dem Ladekartenbetreiber", beklagt Makowski und hofft, dass Hohen Neuendorf hier eine Lösung findet. Wie die Stadt Hohen Neuendorf den Carsharing Verein sowie ggf. weitere Carsharing-Unternehmen unterstützen kann, soll mit der Kommunalpolitik im Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität, Klimaschutz, Stadtmarketing und Umwelt diskutiert werden. Ohne Zweifel stellt Carsharing einen wichtigen Baustein einer nachhaltigen Mobilität dar. Erfahrungen können Sie schon jetzt sammeln!

Weitere Informationen finden Sie hier

Machen Sie Ihr Stehzeug zu einem Fahrzeug

Teilen Sie Ihr Auto durch die Anmeldung in einem Online-Portal oder nutzen Sie das Auto von anderen. Viele der anfallenden Kosten als Fahrzeughalter haben Sie auch ohne die aktive Benutzung des Fahrzeuges, diese können sie mit anderen teilen. Außerdem ermöglichen Sie anderen mehr Mobilität und sind finanziell selbst flexibler, auch andere Verkehrsmittel zu nutzen.

Bei der Organisation helfen Online-Plattformen wie Snapp Car oder getaround (vorher drivy). Auch in Hohen Neuendorf gibt es private Fahrzeuge die geteilt werden. 

Erschrecken Sie nicht vor den vermeintlich hohen Kosten. Rechnen Sie genau nach was Sie ein eigenes Auto kosten würde. Zum Kaufpreis kommen nicht nur die Kraftstoff/Stromkosten dazu, sondern auch Reparaturen, Wartung, Pflege, Versicherung, Steuern, und ggf. Parkgebühren. Viele der Kosten haben Sie auch ohne die aktive Benutzung des Fahrzeuges.



Pendlerportal

Wenn sie regelmäßig allein mit dem Auto fahren, können Sie andere Menschen mitnehmen und damit den Verkehr entlasten. Neben Mitfahrzentrale und Mitfahrgelegenheit gibt es auch spezielle Pendlerportale.